In Bienentagebuch/ Buchprojekt/ DIY/ Familie & Waldorf

Pflanzen für den Smoker

In den letzten Monaten habe ich für ein neues acufactum-Buch fotografiert (und auch ein bisschen genäht). Es wird ein liebes und mausefeines Handarbeitsbilderbuch mit allerlei schönen Dingen, die in vielen Händen entstanden sind – die wunderschönen Illustrationen von Daniela Drescher sind wieder einmal ganz bezaubernd, das kann ich schon mal verraten. Im Spätsommer soll „Ach du liebe Maus“ erscheinen. Während so eines Projekts müssen bei mir zu Hause oft viele andere Sachen warten. Ich habe mich die letzten Tage deshalb erst einmal wieder um aufgeschobene Alltagsdinge gekümmert und sogar ein paar bunte fröhliche Strampelhöschen für klitzekleinen Nachwuchs im Bekanntenkreis genäht (ich muss sie noch fotografieren, dann mag ich sie gerne hier zeigen).

Natürlich beschäftigen mich nach wie vor unsere Bienchen und weil ich dazu immer wieder E-Mails mit allerlei Fragen bekomme, möchte ich diese gerne hier im Blog beantworten und dazu auch immer wieder weiter aus dem Nähkästchen, bzw. Bienenstöckchen plaudern. Schön zu wissen, dass ich durch meine Bilder, Erzählungen und mein Bienentagebuch schon mindestens zwei Leser mit der wesensgetreuen Bienenhaltung angesteckt habe! Demnächst erzähle ich gerne, wie ich überhaupt darauf gekommen bin!

Wenn man mit Bienen arbeitet, braucht man ab und zu einen Smoker: Feuer versetzt Bienen in eine Habachtstellung – sobald sie Rauch wahrnehmen, ziehen sie sich sogleich intuitiv in ihre Waben zurück und füllen ihre kleinen Bienenbäuche für den Fall einer bevorstehenden Flucht mit Proviant (Honig). Dieses natürliche Verhalten kann man sich als Imker zunutze machen: während die Bienchen beschäftigt sind (der gefüllte Bauch besänftigt sie zudem und macht sie auch etwas träge), kann der Imker seine Arbeiten in der Bienenbeute (← so wird die Behausung der Bienen genannt) erledigen. Ich lasse meine Bienen die allermeiste Zeit ganz in Ruhe, störe sie niemals ohne Grund. Dann und wann gibt es aber eben doch Arbeiten an oder in der Beute, die wichtig sind und mit einem Smoker wesentlich sorgloser erledigt werden können. Viele Imker verwenden zum Anzünden in Stücke gerissenen Eierkarton und als Rauchmaterial Holzspäne o.ä. Im Imkereibedarf kann man auch abwehrenden, mit etwas Glück auch besänftigenden Bienentabak für Smoker kaufen. Wer mich ein bisschen kennt wird nun wohl schon ahnen, dass ich ein bisschen anders gestrickt bin. Ich habe recherchiert und mich belesen und bin dabei auf allerlei nützliche Informationen gestoßen. Auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern wachsen glücklicherweise viele Pflanzen, die Inhaltsstoffe besitzen (z.B. Linalool und Phenylethylalkohol), die aufgescheuchte, aufgeregte, besorgte oder gar angriffslustige Bienen im Alarmzustand besänftigen können – Blüten, Kräuter oder Gewürze wie Rosenblüten, Geranien, Lavendel, Kamille, Nelken, Schafgarbe, Rainfarn, Himbeerblätter, Koriander, Bohnenkraut, Basilikum, Majoran, Thymian, Oregano, Salbei, Melisse gehören dazu. Wir haben uns deshalb neulich Weidenkörbchen in die Armbeuge gehängt und beim Spaziergang und im Garten mit dem Sammeln von geeigneten Pflanzen begonnen. Sie werden nach dem Sammeln locker zu kleinen Sträußchen gebunden und aufgehängt, Blütenblätter in Körbe gelegt, nach und nach gut getrocknet, später dann etwas zerkleinert (wie bei Kräutertee) und am Ende zusammen mit groben Hobelspänen vom Tischler (alternativ kann man auch Kleintierstreu nehmen), klein gebrochenen Rindenstückchen, Erlenzapfen (oder andere kleine Zapfen – das enthaltene Harz ist auch nützlich), trockenem Moos (was man halt so nach einem Waldspaziergang in den Hosentaschen der Kinder findet) und etwas Laub (das wir im Herbst sammeln) in ein grooooßes Vorratsglas gefüllt. Hmmmmm, ich kann den blumigkrautigen Rauch schon ein bisschen erahnen.

Ja, unsere Bienen bescheren uns wirklich so schöne Erlebnisse – mir und den Kindern bereiten solche Dinge Freude, wir lernen ganz viel dabei und unseren Bienchen wird`s hoffentlich auch in gewisser Weise gut tun.

Smoker Smoker Smoker, Kräuter und Blüten, Aromatherapie für Bienen, wesensgemäße Bienenhaltung, Bienenkiste, MelliferaSmoker, Kräuter und Blüten, Aromatherapie für Bienen, wesensgemäße Bienenhaltung, Bienenkiste, Mellifera Smoker, Kräuter und Blüten, Aromatherapie für Bienen, wesensgemäße Bienenhaltung, Bienenkiste, Mellifera, Bienentabak Smoker, Kräuter und Blüten, Aromatherapie für Bienen, wesensgemäße Bienenhaltung, Bienenkiste, Mellifera

Ab morgen bin ich fünf Tage lang in Rosenfeld auf der Schwäbschen Alb bei Mellifera zum Seminar „Wesensgemäße Bienenhaltung“ – ich freue mich seit Monaten darauf!

Sommergrüße,

Michèle ♥

Werbehinweis: Erwähnungen, persönliche Empfehlungen & Links in diesem Blogbeitrag sind freiwillig und beinhalten weder beauftragte noch honorierte Werbung!