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gefilztes Bienchen

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Eine kleine Leichtigkeit – weil die meisten Herzen wohl grade so schwermütig sind….

Auf einem Waldorfkindergarten-Frühlingsmarkt habe ich mich vor wenigen Jahren bis über beide Ohren in allerliebste gefilzte Bienchen, Marienkäfer und Schmetterlinge verliebt. Sie waren mit der Filznadel gefilzt, federleicht, ziemlich klein und hingen alle wild durcheinander an blühenden Frühlingszweigen in einer großen Vase. Weil ich selbst viel lieber klassisch mit Wasser und Seife filze, habe ich ein ähnliches Bienchen (etwas größer) in Nassfilztechnik versucht. An die Schmetterlinge will ich mich auch noch wagen, möchte die Flügel allerdings etwas zarter und leichter gestalten, als sie mir in Erinnerung geblieben sind.

Längst hab` ich ja versprochen zu zeigen, wie die kleine Schneeglöckchen-Knospe gefilzt wird, mir ist leider ständig etwas anderes in die Hände (und in den Kopf) geraten, Verzeihung – vergessen habe ich es natürlich nicht.
Weiter unten beschreibe ich heute einfach mal Schritt-für-Schritt das Grundprinzip anhand des gefilzten Bienchens und in den später mal folgenden Beispielen immer mal wieder allerlei Varianten (durch kleine Veränderungen und Details
können nämlich ganz unterschiedliche Tierchen oder andere Wesen für den Jahreszeitentisch oder auch für´s Kinderzimmer entstehen).

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Noch etwas: Neulich habe ich erzählt, dass wir unseren momentanen Heimunterricht, den uns die Corona-Pandemie beschert hat, neben den Schulaufgaben (die wir wochenweise von unserer Waldorfschule bekommen), auch mit schönen eigenen Ideen und Projekten bereichern möchten: (Unsere) Bienen und Wildbienen stehen bei unserem Vorhaben im Mittelpunkt (mit dazu gehören z.B. die  Samenpapier-Herzen & die Wildbienen-Nisthilfe). Außerdem stecken wir unsere Nasen in allerlei Bücher, die zu unserem Wunschthema passen – meine persönliche Literatur-Auswahl für Klein & Groß möchte ich gerne im Blog vorstellen und hoffe, ihr freut euch über die ein oder andere Inspiration (es spielt dabei keine Rolle, ob man selbst Bienen hat oder nicht). Eine erste Buchempfehlung (für Kinder) ist im Anschluss an meine Filz-Anleitung zu finden.

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Das wird für ein gefilztes Bienchen gebraucht:
  • Filzwolle/Schafwolle in den Farben Naturweiß, Braun, Gelb, Haut (ich möchte euch gerne darum bitten, auf Mulesing freie Filzwolle zu achten – HIER sind weitere Infos dazu)
  • 1 Pfeifenputzer (Tabakgeschäft oder Bastelbedarf)
  • Wasser
  • Olivenölseife, Schmierseife oder eine andere Seife, die sich zum Filzen eignet
  • Nadel & Faden

P.S. ich verwende zum Filzen größtenteils Wolle im Vlies, komme damit einfach besser zurecht – Kardenband/Kammzug ist aber natürlich auch ok (für das Umwickeln der Ärmchen mag ich Kammzug z.B. gerne, für den Rest allerdings lieber Vlies)

Anleitung für eine gefilzte Biene (meins ist von Kopf bis Fuß ca. 8 cm lang):

Fülle ca. 1 l möglichst heißes Wasser in eine Schüssel, gib ca. 1 Esslöffel Schmierseife (oder einen Löffel voll Seifenraspel) dazu, rühre gut, bis sich die Seife im Wasser löst. Kürze den Pfeifenputzer auf eine Länge von ca. 11/12 cm. Umwickle den Pfeifenputzer jeweils dünn mit hautfarbener Filzwolle, wickle jeweils bis gaaanz zu den Enden hin und knicke die umwickelten Enden anschließend ca. 0,5-0,8 mm um, sodass sauber umfilzte Rundungen und dadurch angedeutete Händchen entstehen. Tauche den umwickelten Pfeifenputzer in die warme Lauge, rolle ihn sodann anfangs sachte, dann immer fester zwischen deinen Handflächen hin und her. Tauche den Pfeifenputzer dazwischen immer wieder in das Seifenwasser und rolle so lange weiter, bis sich die Wollfasern durch den Filzprozess etwas verfestigt haben, lege die Ärmchen erst mal beiseite.

Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Ziehe vorsichtig einen daumendicken und ca. 12-15 cm langen Strang aus dem hautfarbenem Wollvlies heraus (Kammzug eignet sich ebenso), knote diesen locker in der Mitte und umwickle die Wolle unterhalb des Knotens mehrmals mit einem sehr dünnen Wollsträhnchen:

Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Unterhalb des Knotens teilt sich (wie auf dem obigen Bild zu sehen) der Wollstrang entzwei – platziere das Köpfchen (Knoten) mittig über dem Pfeifenputzer und umwickle den Strang direkt darunter fest mit einem Strähnchen Wolle (hier zur Verdeutlichung mit brauner Filzwolle). Umwickle das Köpfchen so lange mit kleineren dünnen Strähnchen hautfarbener Wolle (mit etwas Zug), bis es die gewünschte Größe hat, tauche es dann kurz in das warme Seifenwasser (nach Bedarf etwas heißes Wasser zugießen).

Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Lege etwas vom braunen Wollvlies wie ein Häubchen um den Kopf herum, sodass er bis auf das angedeutete Gesicht ganz von der braunen Wolle bedeckt ist. Umwickle den Körper ebenso mit einer Lage brauner Wolle, schlage die hautfarbene dann so weit nach hinten um, dass unten eine Rundung entsteht und die Länge des Rumpfs nur noch ca. 6 cm beträgt. Umwickle den Rumpf nach und nach weiter mit dünnen braunen Wollvlies-Strähnen, bis der kleine Filzling einem gepuckten Wickelkind ähnelt.

Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Wickle hinten und vorne eine feinere braune Strähne über Kreuz um Schultern und Hals, wenn du magst, kannst du auch die Ärmchen bis zu den Handgelenken mit der braunen Wolle umwickeln (man kann die Ärmchen auch hautfarben belassen). Wickle gelbe Ringel um den Rumpf und bade den nun doch schon ziemlich süßen Wonneproppen anschließend kurz im warmen Seifenwasser:

Filzen - Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Nun den pitschnasse Filzling zärtlich mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl streicheln und zwar rund herum. Obacht: wenn zu Beginn zu energisch gerieben und gedrückt wird, lösen sich die gelben Ringel und ggf. auch das braune Häubchen von ihrem Platz! Zunächst also ganz sachte streicheln und reiben, erst nach und nach weiter mit Gefühl mit etwas mehr Kraft – zwischendurch immer wieder in`s warme Seifenwasser tauchen. Die Oberfläche wird spürbar fester, die Wollfasern verhaken sich ineinander und verfilzen zunehmend. In dieser Phase lässt sich das Bienchen auch schön modellieren – ich drücke es z.B. in den Achseln etwas zusammen, sodass es an dieser Stelle ein klein wenig schlanker wird als im unteren Bereich, den ich gerne schön rund und etwas propper mag. Auch Köpfchen und Gesicht versuche ich jetzt zu gestalten. Es ist vergleichbar mit dem Modellieren von Ton oder Knete – Proportionen und Körperformen versuche ich mit meinen Fingern und Händen harmonisch zu gestalten.

Merke: Stellen, die gedrückt und/oder gewalkt werden, schrumpfen. Würde ich das Bienchen z.B. mit dem Popöchen auf meine Handfläche setzen und mit der haltenden etwas Druck nach unten zur Hand hin ausüben, dabei den Popo in kreisenden Bewegungen reiben, würde sich der Rumpf zusehens verkürzen. 

Ist das Bienchen fertig, wird es mit kaltem klarem Wasser gut ausgespült (die Seife sollte komplett ausgespült werden), abgetropft und zum Trocknen auf ein gefaltetes Handtuch an einen warmen Ort (z.B. Heizung) gelegt.


Filzen - Anleitung für ein gefilztes Bienchen (gefilzte Biene) für den Waldorf Jahreszeitentisch

Eine Strähnchen brauner Wolle durch das Nadelöhr einer etwas dickeren Nadel fädeln, quer durch das Köpfchen ziehen und zu zwei feinen Zöpfchen flechten – fertig sind die Fühler.

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Für die Flügel wird einfach ein etwa handflächengroße, nicht zu voluminöse Lage vom naturweißen Wollvlies auf die Arbeitsfläche gelegt (die geriffelte Ablage am Spültisch ist sehr praktisch, auch ein kleines Frotteetuch eignet sich durch die raue Oberfläche) und mit warmem Seifenwasser besprenkelt (oder einfach ins Seifenwasser tauchen). Dann mit den Händen kreuz und quer und hin und her über die Oberfläche reiben (die Wolle sollte sich nicht zu „trocken“ anfühlen, darf leicht schäumen). Das Vlies umdrehen, wieder mit Seifenwasser benetzten, mit der Handfläche in kreisenden Bewegungen reiben, wieder umdrehen, nochmal ins Wasser tauchen… bis die Fläche schön verfilzt. Eine länglich ovale Flügelform ausschneiden und die offenen Kanten rund herum noch einmal etwas glatter filzen. Den Flügel evtl. ein bisschen in Form ziehen und zupfen, trocknen lassen, dann mittig mit Nähgarn zusammenziehen und mit einigen Stichen auf den Rücken des Bienenmädchens nähen, sobald es trocken ist.

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 Wer mag, kann dem Bienchen noch Äuglein und Mund malen. Für die Augen habe ich mit der Filznadel einen Minihauch der braunen Wolle (wirklich nur so wenig, dass man die Fluse kaum zwischen den Fingern erkennt) in die Augenpartie eingearbeitet, der Mund ist mit einem winzigen Stich einfädigem rotem Stickgarn aufgestickt – die roten Bäckchen sind mit Stockmar Wachsmaler aufgemalt

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Ach, wie niedlich das Bienchen nun in Kinderhänden oder an Zweigen umher fliegen kann (dazu braucht`s natürlich noch ein Fädchen als Schlaufe am Rücken oder auch im Nacken, je nachdem, wie aufrecht es fliegen soll)


Und zum Schluss zu (m)einer Buchempfehlung (nicht nur für Bienenliebhaber):


Wie ihr wohl wisst, bin ich eine große Bienenliebhaberin. Als ich mit dem Gedanken gespielt habe, selbst Bienen zu halten, bin ich glücklicherweise auf den Verein Mellifera gestoßen, der sich bereits seit 1985 für den Schutz von Biene, Mensch und Natur einsetzt und Vorreiter für eine wesensgemäße Bienenhaltung ist. Die wesensgemäße Bienenhaltung orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen der Honigbienen und unterscheidet sich in einigen (für mich) sehr wesentlichen Dingen von der üblichen, bzw. konventionellen Bienenhaltung. Die wesensgemäße Bienenhaltung berücksichtigt u.a. das Bedürfnis der Bienen, Naturwaben (ohne Mittelwände) zu bauen, sich über den natürlichen Schwarmtrieb zu vermehren, ihre (eigene!) Königin selbst zu wählen (ebenso den Zeitpunkt) usw. – eine andere Weise wäre für mich unvorstellbar (bzw. habe ich früher nicht mal ansatzweise geahnt, dass unsere Honigbienen in der Regel so sehr gegen ihre Natur gehalten werden).
Eigentlich wäre es (für eine gefühlt noch immer frisch gebackene Bienenhalterin wie mich) sinnvoll, Unterstützung von erfahrenen Imkern aus der direkten Umgebung zu haben – normalerweise ist es unter Imkern üblich, einen sogenannten Imkerpaten, bzw.
 Imkervater (ein Großteil der Bienenhalter ist nach wie vor männlich, daher dieser alteingesessene Begriff) an der Seite zu haben, der einem vor allem in den ersten Jahren mit und bei den Bienen begleitet. Natürlich habe ich versucht, so einen Imkervater zu finden – leider bisher erfolglos, denn mit vielen erfahrenen Imkern ist meiner Erfahrung nach nicht gut Kirschen essen, wenn man einen anderen Weg gehen möchte, als den des Imkerpaten. Manche Imker reagieren argwöhnisch oder gar förmlich feindselig, wenn man nur den Begriff wesensgemäße Bienenhaltung in den Mund nimmt, leider selbst so mancher Bio-Imker (mit Ausnahme von demeter-Imkern, die nach wesensgemäßen Gesichtspunkten imkern – in meiner Gegend gibt`s leider keinen). Bis ich also jemanden finde, suche ich Unterstützung im Mellifera-Netzwerk. Gleich am Anfang meiner Bienenliebelei bin ich dem Verein Mellifera beigetreten und habe inzwischen meinen zweiten großen Imkerkurs direkt in der Fischermühle im wunderschönen Rosenfeld auf der Schwäbischen Alb besucht (es wird wird nicht der letzte gewesen sein).
Übrigens: die von Mellifera entwickelten Betriebsweisen haben 1995 die Grundlage für die demeter-Richtlinien der Bienenhaltung gebildet!
Mellifera hat in ganz Deutschland verteilt sogenannte Regionalgruppen (auch in Österreich gibt es welche), die nicht nur regelmäßige Treffen veranstalten, sondern teilweise auch Imkerkurse im Ausbildungsverbund von Mellifera anbieten – man muss also nicht unbedingt den weiten Weg ins Schwabenländle antreten (von mir aus ist die Fischermühle glücklicherweise nur eine gute Stunde entfernt).

Über was ich mir ein Loch in den Bauch freue: dass diese zwei Schlingel hier mit ihrer noch etwas kindlichen Neugier die Bienen genauso faszinierend finden wie ich.
Zu ihrem Geburtstag haben wir den beiden endlich die lang herbei gewünschte Imkerjacke samt -handschuhen geschenkt.  Die nächsten Tage werkeln wir weiter an unserer zweiten Bienenbeute (eine sogenannte Einraumbeute), damit die Beute bis zur Schwarmzeit bezugsfertig ist.

Imkern für Kids, Imkern mit Kindern, Das Imkerbuch für Kids (Kosmos-Verlag - Mellifera)
Neben den Kursen (die ich übrigens unerlässlich finde) informiere ich mich in allerlei Foren und verschlinge natürlich stapelweise Bücher zum Thema Bienen (so langsam bin ich mal beim eigentlichen Thema angekommen…). Mein eigener Buchstapel wächst von Woche zu Woche und als mir vor vielen Monaten zu Ohren gekommen ist, dass die beiden Imkerinnen Sarah Bude (ausgebildete Erlebnispädagogin, die über mehrere Jahre bei Mellifera tätig war) und Rebecca Schmitz (Diplompädagogin, die bei Mellifera e. V. die Initiative Bienen machen Schule leitet) an einem Imkerbuch für Kinder arbeiten (es ist aber auch für Familien/Kinder interessant, die selbst keine Bienen haben), war meine Vorfreude groß. Ich hab`s kaum erwarten können, das Buch in den Händen zu halten und freue mich sehr, dass uns der *Kosmos-Verlag Das Imkerbuch für Kids zur Verfügung gestellt hat – es rundet unser Bienen-Projekt auf so schöne Weise ab!

(diese süßen Becher mit Bienchen haben meine Jungs von ihrer Schulfreundin zum Geburtstag geschenkt bekommen♥)

Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera)

Das Imkerbuch für Kids enthält viele grundsätzliche und allgemeine Infos zum Leben der Bienen (z.B. über das Leben im Bienenstock, Wissenswertes zu den unterschiedlichen Aufgaben innerhalb des Volks, etwas über die Bienensprache, zu Krankheiten usw.).
Was ich als sehr schön empfinde (und mir natürlich wichtig war, denn ich möchte diesen Weg meinen Kindern schließlich auch ans Herz legen) ist, dass auch die Merkmale der wesensgemäßen Bienenhaltung zur Sprache kommen, ohne diese extra hervor zu heben – ganz natürlich, wie es
auch die Instinkte und Bedürfnisse sind bei den fleißigen Bienchen. Das Schwärmen taucht im Buch beispielsweise auf (in der konventionellen Imkerei wird durch vers. Maßnahmen und Eingriffe im Bienenleben und Bienenstock versucht, dieses Grundbedürfnis der Bienen zu verhindern). Auch das Gänsehaut zaubernde Einlaufen lassen in die neue Bienenwohnung (ein großartiges Erlebnis) und die Tatsache, dass Bienen ihre Waben (eigentlich) selber bauen möchten (also ohne die allgemein bekannten vorgefertigten Mittelwände) – all das wird in kindgemäßer, bildhafter Sprache beschrieben und mit wunderschönen Bildern versehen.

Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera) Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera)

Neben Themen wie „Das Leben der Bienen“ oder „Imkerei“ sind auch Infos zu Bienenprodukten im Buch zu finden – dazu gehört nämlich weit mehr als der süße Honig. Bereichernd finde ich, dass es auch Rezepte und Anleitungen gibt. Besonders gefreut habe ich mich über das leckere Schokoladenaufstrich-Rezept – früher habe ich Schokocreme öfters selbst gemacht, die letzten Jahre leider nicht. Das werde ich nach dem Stupser im Buch wohl schleunigst wieder ändern (die Kinder freuen sich schon drauf).

Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera) Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera)

Das Imkerbuch für Kids ist in vier Kapitel unterteilt: das Leben der Bienen, Imkerei, Bienenprodukte und Bienen schützen. Dieses letzte Kapitel ist der Sorge und dem Schutz der Bienen gewidmet, jedoch nicht nur in Bezug auf unsere Honigbienen, sondern auch auf die Wildbienen. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder auch mit solchen Themen in Berührung kommen und erfahren, wie wichtig es ist, auf unsere Umwelt zu achten („Wenn es Bienen schlecht geht, geht es auch den Menschen schlecht. Wir Menschen verdanken den Bienen Obst und Gemüse….„) und dass es auch im Kleinen (und für die Kleinen) Möglichkeiten gibt, die (Um-)Welt ein bisschen besser zu machen.

Einige Schulen (nicht nur Waldorfschulen) haben eigene Bienen, betreiben eine sogenannte Schulimkerei (unsere Schule hat z.B. einige Bienenstöcke im Schulgarten) – auch dieser Bereich wird am Ende des Buches bedacht und last but not least findet man auf den allerletzten Buchseiten noch etliche weiterführende Tipps & Links.

Rezension - Das Imkerbuch für Kids, Kosmos-Verlag, Sarah Bude, Rebecca Schmitz (Mellifera)

Ich finde „Das Imkerbuch für Kids“” mit seinen 80 Seiten ist keineswegs nur für Familien wie unsere, die bereits Bienen hat sehr lesenswert, sondern ganz allgemein für Kinder ab dem Grundschulalter (genau wie man Kindern eben auch Wissen über Pferde, Vögel, Hunde, Katzen, Löwen usw. vermitteln möchte).
Sarah Bude und Rebecca Schmitz vermitteln in ihrem kleinen Schmöker wirklich eine Menge Wissenswertes über die Welt der Bienen (und machen dadurch vielleicht dem ein oder anderen sogar wirklich auch ein bisschen Lust auf`s gemeinsame Imkern). Das Imkerbuch für Kids kann in jedem Buchladen vor Ort bestellt werden, auch beim Kosmos-Verlag – wer die Initiative Mellifera gerne unterstützen möchte, findet das Imkerbuch für Kids auch im Mellifera-Shop

Falls jemand einen klitzekleinen Einblick in die Arbeit von Mellifera haben möchte, bittesehr – HIER geht`s zu einem kleinen Youtube-Filmchen

Herzlichst,

Michèle ♥

Profilbild, Michèle Brunnmeier, Fotograf, Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg

*Dieser Blogbeitrag enthält Verknüpfungen (dunkel hervor gehobene Textstellen zum Anklicken).Das Imkerbuch für Kids“  habe ich netterweise als Rezensionsexemplar vom Kosmos-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen (Dankeschön). Meine Rezension wurde vom Verlag jedoch in keiner Weise beeinflusst!