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In mit Herz & Spaten

aus dem Hochbeet geplaudert

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Nach einer längeren Zeit im Schneckenhäuschen, strecke ich meine Fühler mal wieder aus und bin hier und auf Instagram mit meinen Bildergeschichten zurück. Ich freu` mich sehr, wenn nach diesem langen Päuschen noch jemand ins Amselnest (oder heute in unser Hochbeet) guckt.

Manchmal springt mir das echte Leben mit all seinen Höhen und Tiefen so schwungvoll vor die Nase und mitten ins Gemüt, dass für virtuelle Bildergeschichten wenig Raum und Muße bleibt. Ich versuche vorsichtig, beides wieder in Einklang miteinander zu bringen und fange mit einem klitzekleinen Spaziergang rund ums Hochbeet an, weil mir unser Gärtchen in den letzten Wochen manchmal dabei half, Gemüt, Gedanken und vor allem das Herz wieder mit ein bisschen Leichtigkeit zu umranken. Unser Garten sieht auch nach all den Jahren, in denen wir hier nun wohnen, noch immer ein bisschen aus wie Kraut und Rüben, er wächst uns sozusagen etwas über den Kopf. Im Frühling schenkten wir aber endlich einem kleinen Stückchen des Gartens eine größere Portion Zuneigung – die Pfingstrosen zum Beispiel…

…und auch der kleine Fleck Erde vor den Bienenstöcken bekam ein paar neue Pflänzchen – das Körbchen mit Marigold (ist das nicht eine schöne Bezeichnung für die Ringelblume?) aus den Samen, die mir Daniela in einem liebevoll bemalten Samentütchen schon vor längerer Zeit schenkte (ich hütete das Tütchen erst mal ein bisschen), setzte ich zwischen den frisch gepflanzten Frauenmantel und duftenden Zitronenthymian (inzwischen blühen die Ringelblumen so schön)

Mein diesjähriges Lieblingsfleckchen im Garten ist das Hochbeet, das sozusagen aus dem bisherigen Sandkasten unserer Jüngsten empor wuchs und mir nun seit gut zwei Monaten ziemlich viel Freude bereitet. Mein Mann baute es aus einheimischen Hölzern und ich werde es noch viel lieber mögen, wenn das Holz erst mal ordentlich verwittert. Die Erde beglückte ich ganz aus dem Bauch heraus mit allerlei Samen und Pflanzen, ohne mir dabei allzu viele Gedanken zu machen oder mich gar an einem Plan zu richten. Vielleicht ist meine Weise nicht die effektivste, aber ich mag das wilde Durcheinander und Miteinander. Ich finde, man muss nicht immer alles so machen, wie es im Buche steht! Man muss doch auch einfach mal der Nase lang werkeln….
Die ersten beiden Bilder wurden im Mai oder Juni aufgenommen, die folgenden im Juli

Nagut, drei Physalis würde ich nicht mehr in ein Hochbeet setzen, sie nehmen inzwischen wirklich fast das ganze Hochbeet ein – die Triebe sind so lang und schwer, dass ich kaum noch hinterher komme, sie irgendwo festzubinden. Wie aufmerksam von der Gurke nebenan, die mir dabei jetzt netterweise unter die Ärmchen greift

Auch die beiden Stockrosen (eine liegt mir sehr am Herzen, denn die Samen stibitzten wir bei unserem ersten Paarurlaub in Kopenhagen) breiten ihre großen Blätter ein bisschen sehr weit aus, sodass die Ringelblumen wohl ihre liebe Mühe haben werden, Blüten zu bilden. Ja, und die Kohlrabipflanzen tun es der Stockrose gleich, was ihnen die wunderschöne römische Kamille glücklicherweise nicht übel nimmt, denn sie findet ihre Wege und streckt ihre Blühköpfchen einfach überall hindurch. Die Salatköpfe sind längst geerntet, die Böhnchen blühen und wachsen zugleich (eine hält sich an der Sonnenblume fest, die außerhalb des Hochbeets wächst), genau wie die Gurke, die wiederum den Physalis-Trieben etwas Halt gibt. Zwischen all dem versucht der Rote Sonnenhut seine Blüten zu entfalten, die Walderdbeeren bekommen im nächsten Jahr eine neue Chance mit weniger Kohlrabiblattschirmchen oben drüber. Für den Bronzefenchel muss ich unbedingt einen neuen Platz finden, er bekommt leider viel zu wenig Sonne in diesem Dickicht. Ansonsten ist da noch ein Marzipansalbeipflänzchen und allerlei Überraschungsgäste, die einfach aus der Komposterde, die wir aus einer Bio-Gärtnerei bekamen, hervor wuchsen. Die Tomatenpflanzen stehen in Töpfen am Hochbeetrand, dicht daneben duften Pelargonien, Schnittlauch wächst im Gummistiefel, eine Lunaria versucht auch ihr Glück, dazu eine kleine Schafgarbe und Verbene und eine mittlerweile riesengroße Sonnenblume, die mir längst über den Kopf wächst

Hier sieht man ein altes Weinkistchen, das direkt am Hochbeet steht – darin blüht und summt es Dank Malve, Kapuzinerkresse, Kornblumen, Borretsch usw. momentan ganz wundervoll. Die Cosmea, die auch in der Samenmischung enthalten war, ist mittlerweile so groß wie ich und wird bestimmt auch bald blühen

Die Saatmischung (es gibt drei verschiedene) ist übrigens vom Graetz-Verlag

 

Herzlichst, Michèle
…die hier nochmal auf den Blogbeitrag zu samenfestem Saatgut aufmerksam machen möchte


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