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In Wiegestube

Veränderungen

Falls sich jemand wundert, warum es hier so still ist:

Ich arbeite seit letzten Sommer (in Vollzeit) in einer Krippe – außerdem bin ich seit Herbst 2022 berufsbegleitend in Ausbildung zur Pikler-Kleinkindpädagogin (was für mich ganz persönlich Voraussetzung war, um überhaupt als Wegbegleiterin kleiner Kinder zu arbeiten – ich möchte diese Ausbildung, zumindest aber den Grundkurs, jeder Krippenerzieherin und jedem Krippenerzieher ans Herz legen).
Auch wenn ich nach wie vor an meinem Wunsch festhalte, meine selbstständige Arbeit als Fotografin und meinen kleinen Shop nicht ganz aus den Augen zu verlieren, so haben mir in den vergangenen Monaten doch leider die Ressourcen dafür gefehlt, denn der Aufbau einer neuen Krippengruppe hat mich bei aller Freude und Euphorie und großer Zuneigung zu den Kindern nicht nur Zeit, sondern auch unglaublich viel Kraft und Mut gekostet. Mut deshalb, weil ich mir diese große und verantwortungsvolle Aufgabe anfangs kaum zugetraut habe.
Ich muss auch gestehen, dass ich ziemlich ambivalente Ansichten und Gedanken gegenüber der Krippenbetreuung habe, was wiederum wohl der wichtigste Grund für mich ist, weshalb ich in einer Krippe arbeite.

Ich schaffe es momentan gerade so, mich ein klein wenig um mein Instagram-Schaufenster zu kümmern (damit ich in der virtuellen Welt nicht ganz verloren gehe, denn, – da mache ich mir nichts vor – ohne Instagram bleibt man heutzutage nicht sichtbar). Ich hoffe, dass es mir irgendwann gelingen wird, wieder ein bisschen mehr Zeit für meine Leidenschaften zu finden und jetzt, wo die Tage endlich wieder länger werden, kann ich mir tatsächlich vorstellen, nachmittags oder abends in meiner Kerzenwerkstatt oder in meinem Nähstübchen zu werkeln, mag mich aber nicht unter Druck setzen, denn Priorität hat meine Familie und meine pädagogische Arbeit.

Danke an alle, die noch immer hier und/oder in mein Instagram-Schaufenster gucken – vielleicht magst du durchs Schlüsselloch in unseren Krippenraum (den wir eigentlich Wiegestube nennen) gucken – mit ganz viel Freude und Liebe habe ich diese Räume über viele Monate hinweg im vergangenen Jahr eingerichtet  – seitdem begleite ich hier zusammen mit zwei Kolleginnen momentan sieben (bald zehn) Kinder durch die sehr besondere und sensible Zeit ihrer Kindheit:

P.S. Noch ein paar erklärende Zeilen zum Bild ganz oben: Meine Kolleginnen und ich sitzen natürlich nicht bei einem Tässchen Tee plaudernd zwischen spielenden Kindern – am Tag der Aufnahme habe ich eine Familie zum Kennenlernen zu uns in die Wiegestube eingeladen und hierfür einen Teil unseres Raumes für das gemeinsame Gespräch vorbereitet.

Herzlichst,

Michèle