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In DIY | Allerlei/ Lullabee | Bienentagebuch

selbst gemachte Teelichter aus Bienenwachs

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Gestern versuchte ich, unseren oft wenig entspannten Zuhauseschulalltag ein bisschen aufzulockern – deshalb hüpften wir zu dritt (den lieben langen Tag im Schlafi) zwischen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ in die Küche, um dort herrlich duftende Bienenwachs-Teelichter zu gießen.

Ich muss sagen: das war eine ganz famose Idee, auch wenn sich die Schulaufgaben an diesem Tag durch die vielen Werkelpausen wie Kaugummi in die Länge zogen. Es fühlte sich ein bisschen an wie Ein- und Ausatmen. Außerdem haben wir nun beinahe 50 Bienenwachs-Teelichter (die Gießform bekamen unsere Zwillinge kürzlich zu ihrem Geburtstag).


Bienenwachs-Teelichter selbst gießen ist übrigens gar nicht so schwer (Kinder brauchen natürlich die helfende Hand eines Erwachsenen).

Du brauchst

  • eine Teelicht-Gießform aus Silikon (gibt es in vers. Größen im Imkerfachhandel – leider sind Gießformen für Kerzen nicht ganz so günstig, dafür sehr langlebig)
  • gewachste Kerzendochte für Teelichter (mit Füßchen)
  • sehr gut gereinigtes Bienenwachs** (Bienenwachs in kleinen oder größeren Blöcken bekommt man meist direkt beim Imker, ansonsten z.B. in Pastillenform im Imkerfachhandel). Gesammelte Bienenwachskerzenstummel sind auch praktisch, das restliche Dochtstückchen natürlich vorher entfernen.
  • einen hitzebeständigen Behälter zum Schmelzen des Bienenwachses (ich kann ein feuerfestes Becherglas mit Gießschnabel und Henkel aus dem Laborbedarf empfehlen. Alternativ wäre auch eine saubere Konservendose o.ä. möglich)  
  • einen (nicht zu niedrigen) Topf für das Wasserbad (hier sollte das Becherglas hinein passen)
  • Teelicht-Glashülle(n)  

**Anmerkung: Kerzen aus nicht sorgfältig gefiltertem/gereinigtem Bienenwachs brennen nicht gut!

Pro Teelicht wird ca. 15-20 g Bienenwachs benötigt. Das Bienenwachs (ggf. zerkleinert) in das hitzebeständige Becherglas geben, dieses wiederum in`s Wasserbad stellen (großer Topf mit Wasser). Nun wird das Ganze erhitzt (unbedingt dabei bleiben, heißes Wachs sollte man niemals sich selbst überlassen!!!). Bienenwachs schmilzt übrigens bei knapp 65 °C, viel heißer sollte es auch nicht werden. Darauf achten, dass kein Wasser in das Wachs spritzt.
Bevor das Bienenwachs in die Förmchen gegossen wird, Holzspießchen oder Nägeln in die Mitte der runden Förmchen stecken (hierfür befindet sich bereits ein Loch im Boden der Silikonform).
Sobald das Bienenwachs flüssig ist, wird es langsam und vorsichtig in die einzelnen Förmchen gegossen (ein Behälter mit Henkel ist hier vor allem für Kinder eine Hilfe – bitte vorher prüfen, ob der Henkel zu heiß ist).
Sind alle Förmchen gefüllt, muss das Bienenwachs wieder erkalten (im Winter geht es draußen recht schnell). Sobald das Bienenwachs richtig fest ist, können die Teelichter mühelos am Spieß aus der Silikonform heraus gezogen werden. Anschließen das Spießchen drehend heraus ziehen und den Docht durchschieben. Das fertige Teelicht braucht noch ein passendes Teelicht-Glas, bevor es angezündet werden kann

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Unser Teelichter-Verbrauch ist vor allem in der dunklen Jahreszeit ziemlich groß und leider landeten bisher viel zu oft diese großen Teelichter-Packungen in meinem Einkaufskorb. Ein Großteil der angebotenen Kerzen schaden unserer Umwelt, denn sie werden meist aus Paraffin oder Palmöl hergestellt (ohje, und dann noch die Aluhüllen). Ob die Kerzen in den Ladenregalen nachhaltig hergestellt wurden, ist leider gar nicht so einfach erkennbar, denn meistens gibt es keinerlei Deklaration.

 

Es ist ein Skandal: Kerzen auf dem deutschen Markt können immer noch Palmöl aus Brandrodung und dem Raubbau tropischer Regenwälder enthalten. Der Verlust von Regenwäldern und anderen biodiversitäts- und kohlenstoffreichen Ökosystemen stellt nach der Verbrennung fossiler Rohstoffe – wie dem Paraffinwachs als Nebenprodukt der Erdölgewinnung – die zweitgrößte Ursache für
den Klimawandel dar. Verschiedenste Industriezweige setzen große Mengen von Palmöl ein – dazu gehört mit immerhin 8% des deutschlandweiten Palmölkonsums auch die Kerzenbranche. Der Rückgang von rund 400 Tierarten wird direkt mit dem Anbau von Ölpalmen in Verbindung gebracht, von denen 193 als gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht gelten.

Zitat: Kerzencheck zu Palmöl | Deutsche Umwelthilfe (siehe Link unten)
Geburtstagskranz, Grimms, Wendt & Kühn, Blumenkind Schneeglöckchen

Bei uns zu Hause leuchten jeden Tag Kerzen – allerspätestens wird beim Abendessen eine angezündet. Im Herbst und Winter, wenn es morgens noch dämmert, leuchtet auch beim Frühstück ein Kerzchen auf dem Tisch und an Festtagen sowieso. Schon seit mehr als 25 Jahren verwenden wir nur Bienenwachs-Kerzen (meist vom Imker im Ort, manche auch selbst gezogen) – nur bei den Teelichtern war ich nicht so konsequent. Ich möchte in Zukunft besser darauf achten, welche Teelichter in meinem Einkaufskorb landen, bzw. wollen wir so viele Kerzen wie möglich selbst machen.

Viele wertvolle Infos (auch eine gute Orientierung und Kaufempfehlungen) fand ich bei der Deutschen Umwelthilfe, die mit ihrem Kerzencheck zu Palmöl (← klick) etwas Licht ins Dunkel bringt

Herzliche Grüße, 
Michèle

Michèle - Amselle

*Dieser Blogbeitrag enthält Verknüpfungen (dunkel hervor gehobene Textstellen – durch einen Klick erfolgt eine Weiterleitung). Erwähnungen, persönliche Empfehlungen & Verknüpfungen in diesem Blogbeitrag sind freiwillig und beinhalten keine honorierte Werbung